Mittelschule Ampfing


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Mathematikum

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Zu Besuch im Mathematikum in München
Schuljahr 2014/2015


„Mathe kann man anfassen?!?“ So ganz glaubten die 180 Schüler/innen der Mittelschule Ampfing diesen Satz noch nicht, als sie Mitte November zum Besuch der Mathematikausstellung "Mathematik (er)leben und (be)greifen" nach München aufbrachen. Das Pädagogische Institut der Landeshauptstadt München hatte in Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberbayern die deutschlandweit bekannte Wanderausstellung „Mathematikum“ der Universität Gießen nach München geholt. An 27 verschiedenen Experimenten aus unterschiedlichen Bereichen der Mathematik konnten somit Besucher, welche in erster Linie Schulklassen verschiedener Schularten waren, die Mathematik handelnd und begreifend erfahren und bekamen so einen ganz neuen Zugang zu mathematischen Phänomenen.

Die Mittelschule Ampfing arbeitet in verschiedenen Bereichen bereits seit mehreren Jahren an einem kompetenzorientiertem Mathematikunterricht. Ein handlungsorientiertes und dabei kooperatives Arbeiten sowie der Aufbau eines vertieften Verständnisses mathematischer Inhalte werden als grundlegend angesehen. Die Schulung räumlichen Vorstellungsvermögens, die Förderung logischen Denkens und das Training der Fähigkeiten des Kopfrechnens sind nur einige zentrale Bausteine dieses Unterrichts. Es entstanden in diesem Zusammenhang bereits von Schulklassen erstellte mathematische Zeitungen und auch Ausstellungen, welche im Bereich der Projekte auf der Homepage auch nachgelesen werden können. Somit war die Mathematikausstellung eine einmalige sich bietende Gelegenheit, die Mathematik unter einem weiteren Fokus zu beleuchten.


Den Besuch aller 5. bis 8. Ampfinger Klassen zusammen mit ihren jeweiligen Klassenleitern hatte Lehrerin Frau Sieglinde Milisterfer organisiert, welche auch im Organisationsteam der Mathematikausstellung tätig war. Daher brachen die 180 Schüler/innen in drei Gruppen mit dem Bus nach München auf und durften dort 1 ½ Stunden lang die Exponate der Ausstellung erkunden. An jeder Station gab es etwas zu tun, denn das eigenständige Handeln und Entdecken der mathematischen Phänomene stand schließlich im Fokus! Für einige Schüler war das Highlight eine Riesenseifenhaut, welche die ganze Person umgab und schließlich platzte, wenn sie den Körper berührte, da Seifenblasen mathematisch betrachtet, immer eine Minimalfläche bilden – sie bilden sich stets so, dass die Gesamtfläche möglichst klein ist. Andere Schüler fanden ein Lichtspiel am faszinierendsten, bei welchem man durch geschickten Einsatz der Kombinatorik sieben Lämpchen zum Leuchten bringen musste. Dies wurde dadurch erschwert, dass jeder Schalter immer drei Lämpchen gleichzeitig aus- oder einschaltete. Wieder andere verbrachten fast die gesamte Besuchszeit damit, eine Leonardo-Brücke zu bauen, deren Schwierigkeit darin bestand, acht Hölzer ohne weitere Hilfsmittel so anzuordnen, dass sie sich gegenseitig stützen und so eine Brücke zu bauen. Doch egal ob Würfelzaubereien, Geometriepuzzles, Holzknobeleien, die Erkundung des Goldenen Schnitts, das Nachlaufen von Funktionsgraphen und vieles mehr: Zu entdecken und erkunden gab es so viel, dass die Besuchszeit regelrecht verflog und viele Schüler gerne noch länger geblieben wären! Nachdem aber eine längere Besuchszeit nicht möglich war und das Mathematikum eher selten besucht werden kann, holten zwei Schüler der 8. Klasse ein Exponat kurzerhand selbst an die Mittelschule Ampfing: Sie waren so fasziniert von der Leonardo-Brücke, dass sie keine Mühen scheuten und die Materialien dafür so wie die Brücke selbst kurzerhand privat nachbauten! Das Ergebnis kann im Klassenzimmer der Klasse 8a bewundert werden. Insgesamt war der Besuch der Mathematikausstellung ein ganz besonderes Ereignis, welches viele neue Sichtweisen eröffnete, wie die Aussage einer Schülerin nach dem Ausstellungsbesuch deutlich macht: „Ich war fasziniert, als ich merkte, dass die Mathematik überall sein kann – auch da wo man sie nicht erwartet!“


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